09.01.2019
Bitterstoffe – Pflanzeninhaltsstoffe mit Power

"Was bitter dem Mund, ist dem Magen gesund", sagt der Volksmund und deutet schon darauf hin, wie wertvoll Bitterstoffe für unsere Gesundheit sind.

Bitterstoffe sind chemische Verbindungen, welche einen bitteren Geschmack vorweisen und natürlicherweise in verschiedenen Pflanzen wie Löwenzahn, Engelwurz, gelber Enzian, Gänseblümchen, Hopfen, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut und Wermut enthalten sind.

Bitterstoffe in der Ernährung

Ursprünglich kamen in unserer Ernährung viele bitterstoffhaltige Lebensmittel vor, so z.B. Wurzelgemüse, Blattgemüse und Wildpflanzen. Die Menschen lehnen jedoch den bitteren Geschmack allgemein ab, lieber mögen sie es möglichst süss, salzig oder scharf. Die Lebensmittelindustrie hat massgeblich dazu beigetragen. Zucker und Salz, als „Suchtmittel“, prägen unseren Geschmackssinn. Aus diesem Grund wurden aus vielen Gemüsesorten die Bitterstoffe herausgezüchtet. So sind diese gesunden Pflanzeninhaltsstoffe kaum noch Bestandteil unserer Ernährung. Schade für unser Wohlbefinden, denn dadurch entgehen uns wertvolle Heil- und Schutzstoffe, welche einen positiven Effekt auf eine Vielzahl von Körperfunktionen haben.

Bitterstoffe für unsere Gesundheit

Die Hauptwirkung der Bitterstoffe bezieht sich auf die Verdauung und beginnt bereits im Mund. Dort regen sie, über die Nerven weitergeleitet, die Sekretion von lebensnotwendigen Verdauungssäften und Enzymen an. Stimuliert werden Magen, Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Magensaft, Gallenflüssigkeit und Enzyme, beispielsweise Insulin aus der Bauchspeicheldrüse, werden für die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen gebraucht. Sind sie in ungenügendem Mass vorhanden, leidet die Verdauung darunter. Symptome wie Magenbrennen, Völlegefühl, Blähungen oder Verstopfung können entstehen. Durch die vermehrte Produktion von Verdauungssäften wird der Appetit angeregt, dies ist besonders wertvoll in der Rekonvaleszenz. Anderseits sind Bitterstoffe bekannt dafür, die Sättigung zu fördern und Heisshungerattacken auf Süsses zu vermindern. Durch die Anregung der Darmperistaltik werden Bitterstoffe ebenfalls in der Therapie bei Verstopfung eingesetzt. Auch bei erhöhten Cholesterinwerten hat sich die Einnahme von Bitterstoffen bewährt. Sie haben eine anregende Wirkung auf die Gallensekretion und fördern dadurch die Ausscheidung von übermässigem Cholesterin und Lipiden aus dem Blut. Ausserdem wirken Bitterstoffe wie ein Tonikum und können so gegen Erschöpfung gebraucht werden. Aus diesem Grund, und weil sie den Stoffwechsel aktivieren, setzt man sie auch bei Frühjahrsmüdigkeit ein.

Bitterstoffe fürs Gemüt

Das gesamte Verdauungssystem ist eng mit dem Nervensystem verbunden. Sprichwörter wie „da kommt mir die Galle hoch“ oder der Begriff „Choleriker“, für ein leicht aufbrausendes Temperament, zeigen den Zusammenhang zwischen nervlicher Belastung, Ärger und der Leber-Galle. Diese Stressbelastungen können die Organfunktionen nachhaltig beeinträchtigen. Bitterstoffe helfen die Leber zu schützen und steigern somit auch das psychische Wohlbefinden.

Bitterstoffmischung Leber-Galletropfen

Zuführen kann man Bitterstoffe über die Ernährung und über pflanzliche Tinkturen. In unseren Natura Drogerien finden Sie eine ausgewogene Tinktur Mischung von bitterstoffreichen Heilpflanzen. Die Tropfen werden 3-mal täglich nach dem Essen eingenommen. Für eine optimale Wirkung soll die Flüssigkeit vor dem Schlucken einen Augenblick im Mund behalten werden. Bei Appetitlosigkeit wendet man sie idealerweise 15 Minuten vor dem Essen an.